eLearning BENCHMARKING Studie zeigt: Immer mehr Unternehmen setzen auf digitales Sprachtraining

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In der modernen Arbeitswelt wachsen die Anforderungen an das Personal kontinuierlich: Kunden sollen mehrsprachig betreut, beraten und akquiriert werden. Außerdem sollen neue Märkte erschlossen und die interne Zusammenarbeit durch Fremdsprachenkenntnisse optimiert werden. Nichts Neues könnte man meinen, schließlich befassen sich Unternehmer schon lange mit der Frage, wie Mitarbeiter auf kommunikativer Ebene nachhaltig unterstützt werden können – 74 % aller Studienteilnehmer schätzen Sprachtraining als relevant oder sehr relevant ein. Neu ist jedoch, dass immer mehr Befragte sich für die Möglichkeiten digitaler Sprachtrainings interessieren, wie die eLearning BENCHMARKING Studie (Betriebliches Sprachtraining und eLearning) zeigt.

Präsenztraining vs. E-Learning: Wie lernen Arbeitnehmer wirklich?

Die bereits vor zwei Jahren veröffentlichte eLearning BENCHMARKING Studie 2016 machte deutlich, dass E-Learning in den meisten Unternehmen noch eine untergeordnete Rolle spielte. Laut aktueller Zahlen interessieren sich allerdings immer mehr deutschsprachige Unternehmen für eine digitale Sprachlernlösung: Bei 38,9 % der Befragten ist E-Learning bereits im Einsatz, weitere 15,7 % befinden sich derzeit in der Planungsphase. Unterm Strich setzt die Mehrheit noch auf Präsenztraining, doch der Anteil an digitalen Trainings wuchs in den letzten zwei Jahren deutlich, Tendenz steigend. Bleibt die Frage, warum E-Learning scheinbar so schwer in Schwung kam. Sabine Schnoor, Geschäftsführerin der Rosetta Stone GmbH führt dies auf eine zögerliche Haltung vieler Unternehmen hinsichtlich des unausweislichen und betriebswirtschaftlich relevanten Themas in den letzten Jahren zurück. Die Herausforderung schien zu groß, doch nun werden die enormen Vorteile von digitalem Sprachtraining – Flexibilität, Erreichbarkeit, Skalierbarkeit – wertgeschätzt: „Als erstes Unternehmen überhaupt, das digitales Sprachtraining angeboten hat und noch heute anbietet, sind wir von den Vorteilen überzeugt. Es überrascht uns daher nicht, dass sich die berufliche Weiterbildung der Digitalisierung anpasst – die Ergebnisse aus der aktuellen eLearning BENCHMARKING Studie 2018 bestätigen das. “

Damit kann E-Learning endlich” punkten

Auf die Frage, aus welchen Gründen man sich für die Implementierung digitaler Sprachtrainings entschieden habe, antworteten 80 % der Befragten mit der Flexibilität für den Mitarbeiter. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die standortunabhängige Verfügbarkeit des Sprachtrainings (59,6%) und die gute Accessibility / Erreichbarkeit für den Mitarbeiter (55,2 %). Über die Hälfte der befragten Unternehmer (53,2 %) gab zudem an, dass E-Learning bzw. Digitalisierung ein Teil der Unternehmensstrategie sei – ein interessanter Aspekt, der auch zukünftig für weiteres Wachstum im Bereich E-Learning sorgen könnte. Für die Implementierung digitaler Sprachtrainings sprechen überdies die Skalierbarkeit des Trainings, die Kosten sowie die Möglichkeit der Evaluation / Reporting.

Und was spricht gegen E-Learning?

„Natürlich freuen wir uns über positive Ergebnisse”, erklärt Sabine Schnorr, „doch als zukunftsorientiertes Unternehmen sind für uns insbesondere die Punkte entscheidend, die die Befragten noch nicht überzeugen.” Die eLearning BENCHMARKING Studie zeigt hierbei Handlungsbedarf auf. Während die Auffassung, dass das Präsenztraining die Bedarfe abdeckt (47,7 %) in den kommenden Jahren unter Beachtung der voranschreitenden Digitalisierung recht schnell überholt werden könnte, gibt es für Anbieter digitaler Sprachtrainings noch To-Dos beim fehlenden persönlichen Kontakt – immerhin für 39,2 % ein Grund, der gegen den Einsatz von E-Learning im Sprachtraining spricht. „Bei Rosetta Stone setzten wir schon lange auf die Möglichkeit, auch im Zuge digitaler Trainings mit echten Menschen in Kontakt treten zu können. Wir bieten Trainings in virtuellen Klassenzimmern oder Live-Tutorings an, bei denen Fragen direkt beantwortet und die Aussprache des Lerners verbessert wird. Diese Möglichkeiten werden von den Lernern sehr gerne und erfolgreich wahrgenommen”, erläutert Sabine Schnorr.

Worauf Unternehmen bei der Auswahl eines E-Learning-Anbieters achten

Aus welchen Gründen Unternehmer sich für einen bestimmten Sprachtraining-Anbieter entscheiden, war ebenfalls Teil der Studie. Fast jeder Befragte (96,3 %) gab dabei den Umfang des Lernangebots als Entscheidungskriterium an. Ebenfalls sehr wichtig sind die Benutzerfreundlichkeit / Usability (93,6 %), die Verfügbarkeit von Online-Tutorings bzw. virtuellen Klassenzimmern (79,7 %) sowie individuelle Lerninhalte / Customization (72,6 %). Mit 80,5 % spielt auch das Thema Kostenersparnis eine zentrale Rolle bei der Auswahl eines Anbieters. E-Learning ist demnach mittlerweile auch in finanzieller Hinsicht eine willkommene Alternative zu Präsenztraining, bei dem die Kosten aufgrund von Ausfallzeiten etc. schwer zu überschauen sind. Eher weniger interessant ist beispielsweise noch immer die Verfügbarkeit einer App. Fremdsprachentraining findet wohl noch immer hauptsächlich am Desktop statt.

Die eLearning BENCHMARKING Studie mit der Teilstudie „Betriebliches Sprachtraining und eLearning” wurde vom eLearning Journal durchgeführt und veröffentlicht. Der Verband der Bildungswirtschaft, didacta, war als Kooperationspartner aktiv, Rosetta Stone als Projektpartner.

 

Über die Autorin Nadja Mahlke