Zum Europäischen Tag der Sprachen: Wie Sprachkenntnisse Leben verändern

„Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.“ lautet ein tschechisches Sprichwort. Hundertausende Europäer arbeiten in einem Land, in dem sie nicht ihre Muttersprache sprechen. Sie erleben jeden Tag, wie sehr Sprachkenntnisse das persönliche Leben verändern können.

Um Sprachen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, wurde 2001 der Europäische Tag der Sprachen ins Leben gerufen, der seitdem jedes Jahr am 26. September stattfindet. Kaum jemand weiß, dass allein in Europa 225 Sprachen gesprochen werden. Das sind zwar nur 3% von geschätzt ca. 7000 Sprachen weltweit, aber die haben es in sich. Spanisch allein ist mit 500 Millionen Sprechern die zweitweitverbreiteste Weltsprache nach Chinesisch. Ganz abgesehen von Englisch, der globalen Verkehrssprache für Unternehmen, Reisen und Wissenschaft. Aber gerade auch kleinere Sprachgruppen sollen an diesem Tag eine besondere Wertschätzung erfahren. Besonders innerhalb der Europäischen Union ist die Kenntnis anderer Sprachen der Schlüssel zur Verständigung und zur beruflichen Entfaltung. Viele junge Europäer nutzen ihr Recht auf Arbeits- und Reisefreiheit und gehen auf Arbeitssuche ins Ausland. Welche Rolle spielen Sprachen dabei? Wir haben Jugendliche in ganz Europa befragt: Uduak aus London arbeitete als Juristin in München „Mich motivieren tausend Dinge zum Sprachenlernen! Es gibt mir sehr gute Berufsaussichten, denn Arbeitgeber schätzen Sprachkenntnisse. Die Kenntnis der Landessprache ermöglicht auch die Kultur des Landes kennenzulernen, so versteht man Unterschiede besser und baut Barrieren ab. Die Landessprache zu lernen hat mir immer dabei geholfen, mich besser zu integrieren, neue Leute kennenzulernen und den Alltag zu meistern. Als ich in München arbeitete, habe ich mich viel weniger isoliert gefühlt, sobald ich die Sprache konnte.“ Nick Howard, „The Voice of Germany“-Gewinner stammt aus England „Ich habe vor einem Jahr angefangen, mit Rosetta Stone Deutsch zu lernen, um bei „The Voice“ in Deutschland mitzumachen. Anfangs konnte ich kein Wort und dann war ich in der Lage mich mit der Jury und dem Publikum zu unterhalten. Mittlerweile gebe ich Interviews auf Deutsch. Aber am Wichtigsten ist, ich kann mich mit meinen Fans in deren Muttersprache unterhalten. Deutsch zu lernen hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich es als nächstes mit Spanisch versuche.“ Ana aus Spanien arbeitet als Psychologin in Frankfurt „Ich bin zum Studium nach Deutschland gekommen. Das Erlernen der Landessprache hat mich sehr verändert, weil ich mich dadurch viel besser integrieren konnte, im Beruf und mit Freunden. Wenn man in einem anderen Land lebt und die Sprache lernt, kann man glücklicher sein, weil man Verständnis für neue Gewohnheiten bekommt und leichter Jobs und Freunde findet. Zum Sprachenlernen motiviert mich im Moment am meisten mein Beruf. Ich möchte mal genauso gut wie ein Muttersprachler werden.“ Adam aus England ist Reiseblogger in Berlin „Es ist einfach eine großartige Erfahrung, eine andere Kultur kennenzulernen. Und Sprachen beeinflussen uns mehr, als wir denken: Wenn man eine Sprache lernt, erkennt man plötzlich all die Eigenheiten verschiedener Kulturen. Es ist wichtig, kommunizieren zu können, wenn man in einem anderen Land lebt. Nicht nur um Essen einzukaufen, sondern auch um sich wirklich auf ein neues Zuhause einzulassen. Der Europäische Tag der Sprachen ist eine großartige Sache: Sprachen sind schön und kulturelle Identitäten sind es wert, erhalten zu werden.“

 

Europäischer Tag der Sprachen

Katharina Schaden

Katharina​ macht die Presse​arbeit bei Rosetta Stone Europe. Sie kommt aus Österreich, hat bereits in Italien gelebt und ist jetzt in London zu Hause. Sie spricht Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und ein wenig Französisch. Momentan lernt Sie Griechisch. Willst Du auch eine Sprache lernen? Hier geht es zur kostenlosen Demo!

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